Warum Bluetooth noch nicht ausgedient hat

Es braucht nicht immer WLAN, 5G oder LTE, wenn es um die digitale Transformation geht. Wie Digitalisierung im Werkzeugbereich funktioniert, zeigt die Hoffmann Group. 

Fortschritt für die digitale Transformation

Was einst lediglich als Funkprotokoll für Mobilgeräte taugte, hat die Industrie schon längst für sich entdeckt. Bluetooth entstand in den 1990er Jahren und gilt als ein Industriestandard für die Datenübertragung zwischen Geräten jeder Art über kurze Distanz mittels Funktechnik (WPAN). Eine Vielzahl an Applikationen übertragen seither Daten mittels Bluetooth. Ein Fortschritt für die digitale Transformation. Produktionsdaten werden ohne Kabelverbindung von Automatisierungssystemen zu Feldbussen für Echtzeitsteuerung gesendet. Bluetooth war lange Zeit in Industrieumgebungen im Einsatz. Denn hier sind elektromagnetische Interferenzen an der Tagesordnung. Und diese wusste Bluetooth elegant zu umgehen. Dann kamen WLAN und 5G. Das Aus für Bluetooth? Nicht ganz.

 

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Bluetooth oder doch ein anderes Netzwerk zur Datenübertragung wählen?  

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Einfache und rasche Übertragung der Messwerte in ein beliebiges Excel-File – dank Bluetooth. 

Totgesagte leben länger

Fortschritt bedeutet noch lange nicht das Aus für Bluetooth. Insbesondere im Werkzeugbereich kommt Bluetooth noch häufig zum Einsatz. Es braucht nicht immer WLAN, 5G oder LTE für die Datenübertragung. Und es braucht keinen Notizblock und Kugelschreiber mehr, um Messewerte festzuhalten. Das ist aber sowas von Oldschool. Nein, auch der Laptop in der einen Hand und der Messschieber in der anderen Hand, ist out. Die Hoffmann Group zeigt, wie es geht. Mit ihrer neuen Produktfamilie „Hoffmann Group Connected Tools (HCT)“ treibt sie die Digitalisierung im Werkzeugbereich weiter voran. Bluetooth-fähige Werkzeuge, die Messwerte auf Knopfdruck direkt an eine PC-Anwendung wie Excel, ein Tablet oder die neu entwickelte HCT-Smartphone-App senden? Gibt es.  

Verbessertes Qualitätsmanagement

Und was war das erste Produkt in der HCT-Familie? Der „Garant Digitaler Messschieber HCT IP67“ mit Bluetooth-Anbindung. Gibt es übrigens auch als Tiefenmessschieber. Die Werkzeuge senden Messdaten per Bluetooth über eine Distanz von bis zu 15 Metern und machen dadurch die Dokumentation besonders komfortabel. Mobiles Arbeiten wird durch die zugehörige, kostenlose HCT-App ermöglicht. Die neuen “Hoffmann Group Connected Tools” verbinden analoge und digitale Werkzeugwelten ohne Zusatzsoftware oder Dongle. Gleichzeitig verbessern sie das Qualitätsmanagement, weil keine Fehler durch die manuelle Datenübertragung entstehen. 

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Der Tiefenmessschieber ist zum Messen von Tiefenmaßen definiert – Hoffmann bietet diesen jetzt auch mit Bluetooth an. 

Der Messschieber mit preisgekröntem Design

Neu erfasste Messergebnisse werden gespeichert und können inklusive Werkzeugname, Messdatum, Einheit und Zielwert im CSV-Format zur Weiterverarbeitung in einer beliebigen PC-Anwendung wie Excel oder Word exportiert werden. Außerdem kann auch die App Werte sowohl im metrischen System als auch in Inch anzeigen. Der „Garant Digitaler Messschieber IP67“ bietet ein großes LCD-Display auf dem die Messwerte in einer gut lesbaren Größe von 11,5 Millimetern angezeigt werden. Nach 10 Minuten schaltet das System automatisch in den Stromsparmodus. Mit einer kurzen Bewegung wird es umgehend wieder aktiviert und der letzte Messwert sowie der Nullpunkt werden angezeigt. Das spart Energie. Das Werkzeug erfüllt die Schutzart IP67 und ist gegen Staub, Wasser, Kühlmittel und Öl geschützt. Übrigens: Der Messschieber hat auch bereits einen Designpreis erhalten - den renommierten „Red Dot Award“ im Jahr 2019. 

Text von Jasmin Ladinig, Teamlead Content Management