9.1.2022

Störungen der Lieferketten: Wie reagiert die Industrie?

2021 war das Jahr der gestörten Lieferketten. Wie reagieren die Unternehmen? Und reagieren sie überhaupt?  

Der Wert ist eindrucksvoll: 56 Prozent der produzierenden Unternehmen haben im abgelaufenen Jahr 2021 mehr Unterbrechungen in ihren Lieferketten erlebt als im Jahr davor. Was das für die Firmen bedeutet, hat On-Demand-Fertiger Hubs in seinem aktuellen „Supply Chain Resilience Report“ erhoben, für den 437 Fachleute aus der produzierenden Industrie befragt wurden.

Aufbau robuster und flexibler Lieferketten

Die Haupterkenntnis der Befragung: Es werde immer deutlicher, dass bestimmte Risiken zwar nicht vorhersehbar und damit kaum planbar sind, dass es aber möglich ist, die Auswirkungen von Unterbrechungen der Lieferkette durch den Aufbau einer robusten und flexiblen Lieferkette abzumildern.

Und das dürfte bei den Unternehmen angekommen sein: Mehr als 98 Prozent der Unternehmen weltweit planen, die Widerstandsfähigkeit ihrer Lieferketten im verarbeitenden Gewerbe zu erhöhen. Allerdings: 37 Prozent haben noch keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen.

Einige der zentralen Ergebnisse:

-          Mehr als 57 Prozent der befragten Unternehmen sehen in der Diversifizierung ihrer Lieferketten der effektivste Weg zum Aufbau von Resilienz.

-          98 Prozent geben an, dass eine Reaktion geboten sei, um künftige Lieferunterbrechungen zu vermeiden – doch nur 63 Prozent haben das bereits getan.

-          Drei Viertel der Unternehmen haben im vergangenen Jahr externe Störungen erlebt. 56 Prozent geben an, dass im Jahr 2021 mehr Störungen aufgetreten sind als im Jahr davor.

-          Über 57 Prozent der Firmen sehen in der Diversifizierung ihres Produktionsangebots den besten Weg, um Unterbrechungen der Lieferkette künftig zu vermeiden. Vor allem das Erreichen höherer Autonomie durch Investitionen in die Automatisierung und die Entwicklung von mehr Transparenz in der gesamten Lieferkette werden als Weg zu mehr Resilienz genannt.